Basset Fauve de Bretagne vom Kyberg
Basset Fauve de Bretagnevom Kyberg

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Wie ich auf den Fauve kam

 

Meine Hundegeschichte beginnt als ich etwa 1 Jahr alt war. Damals dachten meine Eltern:

das Kind braucht einen Hund und ins Haus kam ein weißer, schon ausgewachsener Spitz.

Leider verstanden wir uns nicht und das Thema Hund war für die nächsten 14 Jahre erledigt.

Meine zwischenzeitlichen Versuche einen Hund als Hausgenossen zu bekommen, schlugen fehl. Stattdessen zogen bei uns nach und nach ein Wellensittich und mehrere Katzen (alle hintereinander) ein.

Zu meiner Konfirmation lautete mein größter Wunsch wieder: EIN HUND!

Diesmal stimmten meine Eltern zu und wir fuhren ins Tierheim und holten einen ca. 3 Monate alten Mischling aus Beagle und Schäferhund zu uns. Wir nannten ihn Schargo.

Ich liebte diesen Hund und hatte den größten Teil der Verantwortung zu tragen. Doch zu dieser Zeit gab es noch keine weitergehende Ausbildung für Hunde (die mir damals bekannt gewesen wäre) und somit blieb es bei den klassischen Kommandos: Sitz, Platz, bei Fuß. Dieser Hund wusste seine Familie auf seiner Seite und hatte es durchaus faustdick hinter den Ohren. Als unkastrierter Rüde ging er des öfteren auf Tour, bis er eines Tages nicht wieder nach Hause kam. Die Spur einer läufigen Hündin hatte ihn blind für die Gefahr eines Bahnübergangs gemacht.

Er wurde nur sechs Jahre alt.

 

Viele Jahre vergingen in denen die Schul- und Berufsausbildung im Vordergrund stand.

Auch die Familiengründung ging voran und wir nutzten die Möglichkeit, mittlerweile mit einem Kind, von einer 3-Zimmer-Wohnung im ersten Stock in ein Haus mit Garten zu ziehen.

Genau jetzt war für mich klar: ein Hund muss ins Haus!

So fanden wir unsere Ayla.

Auch ein Mischling. Ihre Mutter war ein französischer, zwei-farbiger Basset Hound, die aus einer Hundefabrik gerettet und vorübergehend in einer Tierpension untergebracht worden war. Leider, oder zu unserem Glück, fand ein Cocker Spaniel Rüde diese Hundedame unwiderstehlich. Nach unserem geplanten Urlaub im Oktober 1993 zog Ayla bei uns ein und blieb bis zum September 2009 – 16 lange, gemeinsame, wunderschöne Jahre. Ayla machte alles mit uns mit: Spazierengehen, Wandern, Fahrradfahren, Schwimmen, Sessellift fahren, in den Urlaub fahren (egal ob Winter oder Sommer). Sie war bekannt in der Umgebung und entwickelte in den späten Jahren auch die Eigenschaft ihre Runde alleine zu gehen. Sie liebte Kinder und Hunde. Als wir sie nach einem viertel Jahr stets schlimmer werdender Krankheit erlösen mussten, entstand ein großes Loch.

Ein Haus, unser Haus, ohne Hund ……

Drei Monate später sagte mein Mann den erlösenden Satz: „Meinst du nicht wir sollten uns wieder einen Hund anschaffen?“ – Ja, ja, ja natürlich – aber welchen? Nun waren wir von Ayla sehr verwöhnt und wollten dieses wunderbare Wesen in einem neuen Hund wiederfinden.  

Ich machte mich also auf die Suche im Internet. Mit gefielen die Petit Basset Griffon Vendeen sehr gut. Also schaute ich mich auf den Webseiten der Züchter um und was ich da auf einem Bild entdeckte konnte ich kaum glauben – da war ein Hund, der sah aus wie unsere Ayla. Ich schrieb die Züchterin an und fragte nach. Die Antwort lautete: „das ist ein

Basset Fauve de Bretagne – Züchterin lebt in Hamburg“.

Nun ging es daran sich mit dieser Rasse vertraut zu machen, d.h. im Internet Videos zu schauen („schau Welpen – mei sind die süß“), die Rasseeigenschaften nachzulesen, gut zu überlegen, ob so ein Hund zu uns passt, unsere Kinder mit ins Boot zu holen (was nicht wirklich schwierig war) und natürlich Kontakt zur Züchterin aufzunehmen.

Jetzt wollten wir diese Rasse aber auch mal live sehen – was aber hier bei uns in München nicht möglich war. Glücklicherweise hatten wir den Weihnachtsurlaub auf Rügen geplant und konnten nach Absprache auf dem Heimweg in Hamburg auf einen Kaffee vorbeischauen.

Unser erster Kontakt mit der Rasse war unkompliziert und vielversprechend. Vio (die Mutter unserer Ruki) legte sich zu unseren beiden Söhnen aufs Sofa, legte den Kopf auf die Beine und ließ es sich gut gehen. Es war als wenn wir bei guten Freunden zu Besuch wären und die Hunde uns schon lange kennen würden. Dies und der herzliche Kontakt zu Sabine, sowie die Schilderungen über die Eigenschaften aus Züchtermund bestätigten uns darin:

Der nächste Hund wird ein Basset Fauve de Bretagne.

So reihten wir uns ein in die Interessentenliste und erfuhren, dass eine Familie aus München sich ebenfalls für einen Welpen interessierte.

Wir mussten warten und warten und warten – Ende Mai des Folgejahres kamen die Welpen auf die Welt und wir mussten wieder warten (die Interessentenliste war lang und wir waren ziemlich weit hinten) – aber alles passte und eine Hündin wurde für uns reserviert.

Wir hatten auch ziemlich schnell einen Namen Erin (vom Annenfleet) sollte unsere Hündin heißen – gerufen wird sie jedoch Ruki.

Da Hamburg nicht um die Ecke ist, konnten wir dem Wachsen und Gedeihen nur per Bild folgen. Auch die Abholaktion gestaltete sich Wallner-typisch pragmatisch geplant. Im August stand der nächste Urlaub an – wieder Rügen – und es bot sich an die Strecke wieder über Hamburg zu fahren und den Welpen abzuholen und gleich mitzunehmen.

Einige werden sicher jetzt sagen – wie kann man nur – der Welpe muss sich doch eingewöhnen zuhause. Nun wir hatten zu fünft zwei Wochen nur für unseren Welpen Zeit. Was kann es für den Welpen schöneres geben als seine Menschen so intensiv kennenlernen zu dürfen. Wo das ist, ist nicht so wichtig und eine Decke kann man überall hinlegen.

Ruki mit 12 Wochen
Ruki mit ca. 5 Monaten

Unsere Ruki entwickelte sich prächtig und ist ein wirklich toller Hund. Sie liebt andere Hunde und Menschen – das war der Grund warum wir uns, als Ruki zwei Jahre alt wurde,  entschlossen einen weiteren Fauve in unser Rudel aufzunehmen. Nun wollte ich, da ich mit Ruki nicht züchten kann, einen Welpen aus der gleichen Linie. So kamen wir zu Pierina Heidelberger in der Schweiz, die eine ein Jahr ältere Hündin (Dolly), aus der gleichen Elternpaarung wie unsere Ruki, hat.

Im Folgejahr – quasi zu Rukis Geburtstag – war es soweit, wir konnten unsere Isa Ginny (vom Stapferstein) genannt Ginny, zu uns holen.

Ginny mit 10 Wochen

Dieser Fauve ist ein Wirbelwind und hat es faustdick hinter den Ohren. Aber eine Seele von Hund.

Das Zusammenleben mit zwei Hunden hat andere Herausforderungen, aber wir meisterten sie und die Beiden verstanden sich von Anfang an sehr gut.   

Doch noch sind wir nicht am Ende unserer Geschichte – denn aller guten Dinge sind drei.

 

Und so kam es, dass wir nach weiteren zweieinhalb Jahren einen dritten Fauve zu uns holten. Doch diesmal sollte es eine arme Hundeseele aus Frankreich, um genau zu sein aus Carcassonne, sein. Scapin hieß er noch als er im Tierheim in Carcassonne saß.

Athos 26.12.2014 in Carcassonne

Dieser Rüde wurde aufgegriffen als er Anfang Dezember 2014 in der Gegend dort herumstromerte. Wie lange er schon alleine unterwegs war, wusste niemand so genau. Ich entdeckte ihn auf der Fauve Rescue Seite in facebook und wusste es – dieser Fauve ist der den ich für unser Rudel noch haben will. Aber vor das Vergnügen (das Rudel zu vergrößern) hat der Herr viel Arbeit und Schweiß gesetzt. Das hieß für uns den besten Weg zu finden um diesen Hund zu uns nach Deutschland zu bekommen. Nach lange Chats im Internet mit den Betreuern vor Ort,  Überlegungen hier, Anwägen und Verwerfen von eventuellen Möglichkeiten kamen wir zu dem Schluß selbst nach Carcassonne zu fahren (sind ja einfach nur 1200 km) einen oder zwei Tage dort zu verbringen und dann Athos (für diesen Namen hatten wir uns entschieden) mit nachhause zu nehmen.  

 

Auf diesem Weg, der kein leichter war, doch das ist eine andere Geschichte, kam also am 29.12.2015 Athos in Oberhaching an. Ein etwa 2-jähriger Basset Fauve de Bretagne Rüde, der gerade erst kastriert wurde. Ziemlich verschüchtert und verängstigt, aber freundlich und ohne Aggressionen.

 

Mittlerweile ist Athos ein anhänglicher Fauve, der seine beiden Mädels sehr gern hat und sich wunderbar in unser Rudel und die Familie eingefügt hat.

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